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  • Björn

Selbstmitgefühl als Ressource

Unten findest Du eine Übung zum Thema!

Ehrlich gesagt, es ist mir nicht ganz klar ob Mitgefühl ein Bestandteil oder das natürliche Resultat der Achtsamkeitspraxis ist. Vermutlich ist es beides. Aber das ist nicht so wichtig, denn sie ist eine Ressource für uns selbst und auch andere Menschen.

Selbstmitgefühl bedeutet unseren eigenen Zuständen und unserem Leiden Aufmerksamkeit entgegen zu bringen und uns diesem zu öffnen. Entgegen dem Mitleid oder Selbstmitleid, bei dem wir das Leiden und unangenehme Zustände ablehnen und wegbekommen wollen, wenden wir uns hier diesen Zuständen zu. Wir blicken auf die Wunde Stelle und wenden uns nicht ab. Nur so können wir erfahren, was hier wirklich hilfreich ist und wie wir lernen mit diesen Zuständen zu sein und sie zu transformieren.

Zudem wenn wir uns mit unserem Leiden verbinden und dieses Umwandeln oder damit einfach sind, kommen wir aus der Passivität heraus. Wir kommen aus dem Opfermodus und gelangen unsere Selbstverantwortung und Selbstfürsorge zurück. Wenn wir das zu unserem geistigen Nährboden machen, dann können wir uns auch mehr anderen Menschen gegenüber öffnen und auch Ihrem Leid.


Getreu dem Sprichwort: "Aus einer leeren Quelle kann man nicht schöpfen." Also wenn wir erkennen, dass wir immer eine Entscheidung treffen können, dann sind wir auf offen gegenüber anderen Menschen, um uns mit diesen und ihrem Leid und ihrer Freud zu verbinden.


Wie lerne ich "Selbstmitgefühl"?

MBCL (Mindfulness Based Compasionate Living) ist ein Kursprogramm ähnlich dem MBSR-Programm (Stressbewältigung durch Achtsamkeit). MBCL wurde von Frits Koster und Erik van der Brink entwickelt und verfolgt speziell die Einübung von Mitgefühl im Leben. Der Kurs ist ein Anschluss an MBSR und ich werde ihn ab Dezember 2023 unterrichten. Egal ob Du schon einen MBSR-Kurs gemacht hast oder nicht. Wenn Du einen Kurs machen möchtest, dann schreibe mir!



Übung

1. Setzte dich bequem und aufrecht hin, bis du etwas zur Ruhe gekommen bist, verbinde dich hierzu mit deinem Atem und spüre diesen.

2. Spüre einmal dorthin, wo gerade dein Thema oder dein Leiden liegt. Atme gerne dorthin und spüre einfach, was es genau ist und wie es sich anfühlt.

3. Lass eine Person vor deinem Geistigen Auge entstehen, die dich bedingungslos liebt oder so annimmt wie du bist. Sitze eine Weile mit dieser Person und deinem Leid oder deinem Thema. Was würde diese Person zu deinem Thema sagen, wie würde sie mit dir sein?

4. Bedanke dich still bei der Person. Nimm noch einige Atemzüge und komm langsam aus der Meditation heraus.


Wie sind deine Erfahrungen? Schreib' mir gerne in den Kommentaren!

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