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  • Björn

Was "kickt" mich so an Meditation...?



Meditation ist ja voll im Trend und jeder will meditieren und sich selbst "verbessern".

"Endlich mal zur Ruhe kommen und sich irgendwie von der Umwelt etwas entfernen... so aus einer etwas andern Perspektive alles in Ruhe abchecken und nicht immer auf alles gleich einsteigen."

Aber worum geht es wirklich? Ist es wirklich sich in eine andere Welt retten? Oder nur Entspannung? Erleuchtung erreichen? :-P

Ich bin der festen Überzeugung: Meditieren kann jeder! Uns alle ist dazu das perfekte Werkzeug gegeben, nämlich unser Bewusstsein. Und genau darum geht es bei der Meditation- um unser Bewusstsein. Unser Fokus wandert von aussen nach innen. Oft sind wir mit dem beschäftigt was um uns herum passiert: wie wir den Leuten um uns herum gefallen können, die richtigen entscheidungen zu Treffen, rechtzeitig zum nächsten Treffen zu kommen und so weiter und so weiter... Früher, also wirklich früher in der Altsteinzeit vor der neolithischen Revolution waren wir noch Jäger und Sammler. Da war es wichtig, dass wir den Fokus nach aussen haben, um vor Feinden zu Flüchten, zu Kämpfen oder an Nahrung zu kommen. Genau dieser lebensnotwendige Modus beschert uns immer wieder Schwierigkeiten. Unsere Aufmerksamkeit ist nach aussen gerichtet und unser Großhirn (ein wirklich hervorragendes Instrument) entwickelt die konfusesten Geschichten, was als nächstes alle schief gehen kann. Und das in einer Zeit in der wir 24/7 vernetzt sind, ständig erreichbar und mit Medien überhäuft. Kurz gesagt: Wir haben Stress!

Und Stress hatte ich jede Menge vor noch wenigen Jahren. Bis ich den Schlussstrich gesetzt habe und angefangen habe nach innen zu sehen, statt immer den anderen die Schuld für alles zu geben. Und es ist ein langer Weg auf den ich mich begeben habe.

Wem bin ich dabei begegnet?

Mir selbst.

Bei der Meditation begegnen wir uns selbst immer wieder. Wir setzten uns hin, schließen vielleicht die Augen, früh morgens wenn noch alles schläft. Da sind wir allein. Kein Handy. Keine Nachrichten. Keine Kollegen. Und dann ist da Stille und wir lernen mit uns selbst zu sein. Mit unseren Gedanken, Mustern, Verhalten. Manchmal ist es nicht einfach, wenn die Stimme im Kopf nicht aushören will uns Geschichten zu erzählen und dann gibt es immer wieder Phasen, in denen der Frieden dominiert. Das alles sind wir. Bei der Meditation sind wir mit uns selbst verheiratet - im Guten wie im Schlechten!

Kurz gesagt Meditation bedeutet sich eine Frage zu stellen: WER BIN ICH?

Das ist wertvoll. Denn wenn wir Meditation regelmäßig praktizieren lernen wir diese Mustern, Emotionen und Verhaltensweisen, die uns inne wohnen auch im Alltäglichen zu bemerken. Und mit ihnen umzugehen. Wir werden milde gegenüber uns selbst und diese Mildheit können wir auch unseren Mitmenschen und unserer Umwelt gegenüber bringen.

Ja, Meditation macht uns zu einem anderen Menschen. Aber was kann besser sein, als ein Mensch mit mehr Mitgefühl und Fürsorglichkeit zu sein, der sich selbst bewusst ist.

Dieser Weg, der nie enden wird, hält mich jeden Tag auf dem Kissen. Du kannst das auch.

Getreu dem Motto von A Tribe Called Quest: "Can I kick it..? Yes you can!"

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